ūüźĘ Winterstarre

Oft hört man von verschiedenen Seiten, die Starre sei gefährlich. Ob und wie viel Wahrheit dran ist und wie das Ganze funktioniert, wollen wir hier erklären.

ūüźĘ Winterstarre

Oft hört man von verschiedenen Seiten, die Starre sei gefährlich. Ob und wie viel Wahrheit dran ist und wie das Ganze funktioniert, wollen wir hier erklären.

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Viele Halter f√ľrchten sich davor. Oft h√∂rt man von verschiedenen Seiten, die Starre sei gef√§hrlich. Gerade im Fr√ľhjahr liest man h√§ufig von Todesf√§llen w√§hrend oder kurz nach der Starre. Auch manche Z√ľchter oder Tierhandlungen raten davon ab, weil es ja so gef√§hrlich sei. Doch es ist immer leicht, von negativen Dingen zu berichten als die positiven Vorteile zu sehen. Mutter Natur sortiert kranke Schildkr√∂ten w√§hrend des Winters aus, das stimmt. Das bedeutet aber nicht, dass die Winterstarre gef√§hrlich ist, sondern die Krankheit. Daher ist es wichtig, daf√ľr zu sorgen, dass die Schildkr√∂ten gut gehalten werden, um Krankheiten vorzubeugen. J√§hrliche Kotproben schaffen au√üerdem eine schnelle, leichte und kosteng√ľnstige Untersuchungsmethode dar. Gesunde Schildkr√∂ten √ľberleben die Starre, gesund und munter

tauchen sie im Fr√ľhjahr wieder auf, auch die j√ľngsten unter ihnen. Ich sage immer gerne, die Starre ist wie Urlaub. Jeder freut sich auf Ferien oder Urlaub. Man genie√üt die Zeit und sammelt neue Kr√§fte. Man ‚Äěf√§hrt‚Äú runter und kann danach wieder neu durchstarten. √Ąhnlich ist es bei Schildkr√∂ten. Wenn sie von Fr√ľhjahr bis Herbst ‚Äěarbeiten‚Äú, brauchen sie im Winter eine Pause. Und diese bekommen sie √ľber die Winterstarre, wo sie ‚Äěrunterfahren‚Äú k√∂nnen. Rein theoretisch kann man auch auf die Starre verzichten. Es kann mehrere Jahre gut gehen, aber wie auch wir irgendwann an einen BurnOut kommen w√ľrden ohne Pause, so streikt irgendwann auch der Schildkr√∂tenk√∂rper. Abgesehen davon, dass sie Starre selbst wichtig ist, so hat man hier auch keine Probleme mit Nahrung und Temperaturen. Wer sie stattdessen auf die Starre verzichtet, muss die Tiere im Haus halten, ohne nat√ľrliche Einfl√ľsse und mit Ersatzfutter.¬†

Au√üerdem m√∂chte ich hier einen aus meiner Sicht wichtigen Punkt noch erw√§hnen: Je naturnaher die √úberwinterung, desto ges√ľnder ist sie auch. Je naturferner eine √úberwinterung stattfindet, desto eher mss man mit Problemen rechnen. Ich empfehle euch daher, den h√§ufig empfohlenen K√ľhlschrank eher als Notl√∂sung zu sehen und nicht als 1. Mittel der Wahl. Am naturnahsten, und trotzdem sicher vor Gefahren, ist die Verwendung einer √úberwinterungsgrube.

Vorbereitung

Die erste Vorbereitung beginnt im Juli/ August eines Jahres. Man nimmt eine Kotprobe (gerne von 3 aufeinander folgenden Tagen) und l√§sst diese parasitologisch untersuchen. Je nach Befund hat man noch gen√ľgend Zeit f√ľr eine Wurmkur ‚Ķ oder eben nicht. Damit sich die Schildkr√∂ten nicht zu fr√ľh verstecken, hilft man mit der Technik etwas nach. Die Temperaturen werden denen des nat√ľrlichen Lebensraumes angepasst, aber auch der Jahreszeit und Tagesl√§nge entsprechend. Etwa im Oktober eines Jahres, je nach Wetter auch fr√ľher oder sp√§ter, werden die Schildkr√∂ten immer inaktiver. Von den sogenannten Fastentagen, also dem Entzug von Futter und t√§glichen warmen B√§dern, halte ich nichts. Man kurbelt den Stoffwechsel nur immer wieder neu an, als Ausgleich gibt es aber keine Energie (Futter). Die Schildkr√∂ten stellen das Fressen ganz von selbst ein.¬†

Man sollte sie weder baden noch Futter verweigern. Jede Schildkr√∂te hat ihren eigenen Rhythmus und sollte dem nachgehen d√ľrfen. Sobald die Temperatur l√§nger anhaltend bei 5 Grad bleibt, meist im Laufe des Novembers, kann man die Schildkr√∂te an den √úberwinterungsort umziehen.¬†

Winterstarre

Beliebt ist hier der K√ľhlschrank, da man konstante Temperaturen halten und jederzeit einen Blick auf die Tiere werfen kann, jedoch eine recht unnat√ľrliche Art darstellt. Beliebt, aber bei vielen Anf√§ngern mit Sorge verbunden, ist die √úberwinterung in einer √úberwinterungsgrube, sie stellt hingegen die naturnahste √úberwinterung dar. Hier graben sich die Tiere in einer vor Feinden gesch√ľtzten Grube ein, die mit einer Deckelheizung vor Frost gesch√ľtzt bleibt. F√ľr welche Art auch immer du dich entscheiden magst; auf jeden Fall sollten die Schildkr√∂ten auf trittfester, feuchter Erde √ľberwintern, gerne mit Laub (Buche oder Eiche) bedeckt und bei einer Temperatur von 2-7 Grad bzw. besser 4-6 Grad Bodentemperatur. Je nat√ľrlicher die √úberwinterung (und trotzdem vor Gefahren gesch√ľtzt), desto ges√ľnder f√ľr die Tiere.

Auswinterung

Im Fr√ľhjahr, wenn die Temperaturen eine Au√üenhaltung wieder zulassen, nimmt man die Schildkr√∂tenbox aus dem K√ľhlschrank und setzt entweder die gesamte Box oder nur die Schildkr√∂te in das Fr√ľhbeet. Die Heizungen sorgen daf√ľr, dass es nicht k√§lter wird als im K√ľhlschrank, also nicht k√§lter als 5 Grad. Nun entscheidet Mutter Natur wieder, wie warm es wird und wie schnell die Tiere aktiv werden. Manche gehen sofort im Fr√ľhbeet spazieren, andere verstecken sich noch tagelang. Sobald die Schildkr√∂ten aktiv werden, kann man die W√§rmelampe stundenweise dazu schalten und Brenndauer Tag f√ľr Tag verl√§ngern. Sobald sie das Fressen beginnen, sollte die 

Temperatur nicht mehr unter 10 Grad fallen. Je nach Wetter, Temperatur und allgemein der Wetterlage sowie dem Charakter der Schildkr√∂te variiert die Auswinterung zu Zeitpunkten und Dauer. Schildkr√∂ten, welche in der √úberwinterungsgrube starren, bemerken den kommenden Fr√ľhling besser, brauchen aber technische Unterst√ľtzung.

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Reich ist man nicht durch Besitz, sondern durch das, was man mit W√ľrde zu entbehren wei√ü.¬†

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