ūüí¨ Was kostet der Weltfrieden?

ūüí¨ Was kostet der Weltfrieden?

Jeder m√∂chte eine bessere Welt. Nur wenige sind sich jedoch bewusst dar√ľber, welchen Preis sie mit ihrem Handeln bezahlen (lassen).

Wir alle w√ľnschen uns Frieden auf der Welt, Liebe, Respekt, Wertsch√§tzung, Potenzialentfaltung und Freiheit. Die Sehnsucht nach Frieden f√ľr die gesamte Welt verbindet uns. Und jeder hat seine eigenen Vorstellungen davon, wie man diesen Frieden erreichen kann. Viele davon helfen mit, dies zu erreichen. Nat√ľrlich sind wir uns bewusst dar√ľber, dass wir nicht die gesamte Welt beeinflussen oder retten k√∂nnen, aber jeder hat im Rahmen seiner M√∂glichkeiten gewisse Einfl√ľsse auf sich und sein Umfeld. Wir wissen eigentlich alle, dass wir die gleichen Werte haben und doch f√§llt es sehr vielen schwer, diese eigens festgelegten Werte tats√§chlich umzusetzen. Denn ‚Äúeinfach so‚ÄĚ etwas gut zu machen bedeutet, dass es nicht nur einem selbst gut tut, sondern auch dem, dem es n√ľtzen soll. Wir haben jedoch den Blick daf√ľr verloren, dass vieles davon seinen Preis hat. Oftmals sogar sehr hohe Preise. Und ich spreche hierbei nicht von Geld. Die Preise bewegen sich auf anderer Ebene, insbesondere auf seelischer.¬†

Ich spreche hier nun nicht von jenen, welche einfach in ihrem Alltag warten und die Friedensarbeit anderen √ľberlassen, sondern von jenen, die aktiv sich f√ľr die unterschiedlichsten Formen der Ver√§nderung einsetzen.

Wir wissen, dass regionale Lebensmittel besser f√ľr die Umwelt sind als aus fernen L√§ndern importiert. Doch bei der Bewertung der Einkaufsverhalten anderer Menschen verschlie√üen wir die Augen vor ihren Beweggr√ľnden. Wir sehen gar nicht, dass eine alleinerziehende Mutter aus finanziellen Sorgen sich die heimischen Erdbeeren nicht leisten kann und daher auf die g√ľnstigen aus Spanien zur√ľck greift, damit das Kind √ľberhaupt ein wenig Obst auf dem Tisch hat. Durch unsere voreilige Belehrung merken wir gar nicht, wie sehr die Belehrung und Wertung der eh schon traurigen Seele schadet.¬†

Oder wir besuchen jemanden, die Person begr√ľ√üt uns mit ‚Äútut mir Leid, dass es heute nicht so ordentlich ist‚ÄĚ und wir antworten mit ‚ÄúAch kein Problem, das kenne ich‚ÄĚ. Wir zeigen Verst√§ndnis, aber am anderen Tage, bei Gespr√§chen mit unseren Freunden, berichten wir erschrocken √ľber die Unordnung dieses Menschen, wodurch sich eine leichte, nicht unbedingt bewusste, Abneigung ihm gegen√ľber entwickelt, dessen Ausstrahlung wiederum zur√ľck an die eh schon verzweifelte Person kommt, die eigentlich gern ordentlicher w√§re, dies jedoch -warum auch immer- gerade nicht kann.

Wir sehen im Restaurant ein Kind schimpfen und meckern. Wie aggressiv die Eltern darauf reagieren, l√∂st bei uns regelrechtes Unverst√§ndnis aus. Wir urteilen, meist gegen√ľber anderer Menschen, √ľber diese Familie, obwohl wir sie nicht kennen. Wer wei√ü, welche Sorgen sie belasten, weshalb heute einfach der Geduldsfaden gerissen ist.

Wir sehen in den Nachrichten Krieg zwischen zwei L√§ndern. Die einen glauben den Nachrichten, die anderen nicht. Je nachdem wem man Glauben schenkt, so entwickelt man eine Abneigung gegen√ľber der Nationalit√§t, welche gerade die schlechte Seite darstellt. Menschen, welche uns im Alltag begegnen, sp√ľren von uns genau diese Abneigung, obwohl sie √ľberhaupt nichts mit den Kriegen oder der dortigen Politik zu tun haben.

Wir diskutieren im Internet dar√ľber, dass wir uns gegen Rassismus aussprechen wollen. Und dabei merken wir gar nicht, wie sehr wir genau das tun wie bei dem eben benannten Beispiel des Krieges.

Nicht zu vergessen die Arbeiter. K√∂nnte ich ein Unwort des Jahres nennen bzw. einen Satz, dann w√ľrde dieser lauten ‚ÄúIch mache nur meinen Job‚ÄĚ. Wie viel Schaden richtest du mit deinem Job an, wie viel Leid, Verschwendung oder Ungerechtigkeit wird durch dein Handeln in die Tat umgesetzt?
Oder da sind jene, welche sich genau solchen Jobs entzogen haben, doch dann hagelt es Bewertungen wie ‚ÄúGeld muss durch harte Arbeit verdient werden‚ÄĚ.
Warum ma√üt man sich an, √ľber das Einkommen anderer zu urteilen? Was ist so schwer daran, einfach mal den Mund zu halten, wenn man nichts Nettes zu sagen hat, insbesondere wenn die aufgezwungene Meinung weder der Wahrheit entspricht noch l√∂sungsorientiert ist?

Wir diskutieren dar√ľber, dass wir Menschen nicht aufgrund ihrer Religion ausschlie√üen sollten und merken dabei gar nicht, dass wir pl√∂tzlich Menschen ausschlie√üen. Und zwar nicht wegen ihrer Religion, sondern weil wir glauben, diese Menschen k√∂nnten etwas gegen andere Religionen haben. Eine¬†Vermutung¬†sorgt daf√ľr, dass wir Menschen ausschlie√üen, obwohl wir genau diesen Ausschluss verhindern wollen.

Wir gr√ľnden Gemeinschaften unter dem Vorwand, gemeinsam zu leben, zu lachen, zu helfen, zuzuh√∂ren, uns zu respektieren, wertzusch√§tzen und gut zu tun. Und dabei merken wir gar nicht, wie sehr wir durch unsere eigene Erwartung einer perfekten Gemeinschaft genau dieses harmonische Zusammenleben st√∂ren, wir wollen unsere Lebensweise anderen aufzw√§ngen. Wir merken gar nicht, dass unsere Sehnsucht nach Verbundenheit genau dieser im Wege steht, weil wir uns davor verschlie√üen, andere Lebensweisen zu akzeptieren, andere Menschen so sein zu lassen, wie sie sind.

Wir erwarten, dass andere uns helfen. Da gibt es jemanden, welcher viel Platz in seinem Haus hat, jedoch genau diesen Raum f√ľr sich braucht. Und dann gibt es jene Menschen, die dies nicht akzeptieren, sondern meinen, diese r√§umliche Leere mit ihrem Dasein f√ľllen zu k√∂nnen. Wir merken gar nicht, dass durch die aufdringliche Art, ein Zusammenleben durchsetzen zu wollen, wir die wahren Bed√ľrfnisse des anderen ignorieren.

Und dann gibt es auch die andere Seite. Menschen, welche nicht nur dem Schein nach helfen, sondern es tats√§chlich tun. Das sogenannte Helfersyndrom ist allgegenw√§rtig. Ein √úberma√ü an Empathie sorgt daf√ľr, dass diese Menschen so viel geben, dass sie am Ende sich selbst schaden. Die dadurch geheilten Menschen ziehen zwar weiter, doch √ľbrig bleibt der Helfende, welcher ausgesaugt wurde und so viel Energie, Materie oder Finanzen verloren hat, dass er nicht mehr weiter wei√ü.¬†

Was wir oftmals zus√§tzlich vernachl√§ssigen, ist der Blick daf√ľr, wie die jeweils betroffene Person nun weiter lebt. Diese verletzte Pers√∂nlichkeit strahlt dies nun aus. Sie tr√§gt es nach Hause zur Familie, zu Freunden, auf die Arbeit. Und dann wiederum beschweren wir uns, dass die Kinder nicht dem Ideal entsprechen, wie es die Gesellschaft gern h√§tte, weil wir verdr√§ngen, wie sehr wir die Eltern verletzten und energetisch ausbluten lie√üen. Und diese Kinder wiederum tragen es in die Schule, wo wiederum die Lehrer eventuell Beh√∂rden einschalten, weil sie das Kindeswohl glauben, gef√§hrdet zu sehen.

Und wie sieht es aus, wenn jemand Ger√ľchte h√∂rt? Viel zu oft kommt es vor, dass Freundschaften, Familien, Ehen, gute Nachbarschaften und vieles mehr dadurch zerst√∂rt wurden, dass man auf Ger√ľchte anderer geh√∂rt hat, obwohl man selbst die Menschen nicht kannte oder, wenn doch, bisher eigentlich vom Positiven √ľberzeugt war. Warum legen wir so viel Wert auf Fremdmeinungen √ľber Dritte, statt dass wir Wert auf den DIREKTEN Gegen√ľber legen? Ist es nicht viel wichtiger, wie sich dein Gegen√ľber zu DIR verh√§lt, statt welche Probleme andere mit ihm haben, wo du noch nicht einmal die Wahrheit davon √ľberpr√ľfen kannst?¬†

Diese Problematik wird dadurch versch√§rft, dass kaum einer bereit ist, Verantwortung zu √ľbernehmen. Bei der Arbeit sagt man ‚ÄúDer Chef will das so‚ÄĚ, in der Schule sagen wir ‚ÄúDie Lehrer haben aber gesagt‚ÄĚ, bei Schwangerschaft soll der Arzt sagen, wie es dem Baby geht, bei traurigen Kindern soll ein Psychologe her, und wenn man selbst etwas verbockt hat, dann sagt man einfach ‚ÄúIch bin ein Spiegel von dir, du hast dir deine Realit√§t selbst geschaffen‚ÄĚ.
Kaum einer √ľbernimmt Verantwortung und sagt ‚ÄúIch habe nochmal nachgedacht und gemerkt, dass mein verhalten nicht in Ordnung, war, es tut mir Leid‚ÄĚ.¬†

Es gibt derart viele Beispiele, f√ľr die Art, wie wir die Welt verbessern wollen, immer auch seine Schattenseiten mit sich bringt. Zum Problem wird es allerdings dann, wenn der Preis zu hoch ist. Und der Preis ist verdammt oft verdammt hoch. Was n√ľtzt es, wenn ich anderen helfe, dabei jedoch selbst zugrunde gehe? Was n√ľtzt es, wenn ich andere beschimpfe, wo sie eigentlich selbst Hilfe br√§uchten? Was n√ľtzt es, wenn ich schlecht √úBER andere rede, statt MIT ihnen? Was n√ľtzt es, wenn ich bestens informiert bin √ľber die Politik auf einem anderen Kontinent, wenn ich nicht wei√ü, wie eigentlich meine Nachbarn hei√üen? Warum zwingen wir anderen unsere Meinung auf, wenn dieser voll zufrieden mit sich und seiner Situation ist? Wir haben einfach das Problem, dass wir zu wenig √ľber die Konsequenzen nachdenken. Und damit meine ich nicht die, welche der Verstand oder die gesellschaftliche Erwartung behauptet. Ich meine damit, welche seelischen Wunden wir eigentlich durch unser Handeln aufrei√üen und in diese Wunden immer und immer wieder Salz hinein streuen. Wir wollen die Welt verbessern, zeitgleich nimmt Spaltung, Hetze, Diskriminierung, Mobbing, L√§stern, Rassismus und was es sonst so alles gibt, rasant zu. Verantwortlich sind bekanntlich immer ‚Äúdie anderen‚ÄĚ. Wenn wir alle f√ľr Weltfrieden sind, wo ist denn der Weltfrieden? Wo sind denn die Menschen, die bei Ungerechtigkeit aufstehen? Ich meine damit nicht, dass man zur Demo auf die Stra√üe geht. Ich meine damit, dass jemand, als Beispiel, lieber mit dem Smartphone auf das Geschehen zeigt und dies ver√∂ffentlicht, um sich mit Likes zu schm√ľcken, statt das Handy weg zu legen und selbst zu handeln? Wir reden immer nur davon, ins Tun zu kommen. In Wahrheit aber schaden wir uns alle gegenseitig. Wie viele werden diese Texte nun lesen oder h√∂ren und dabei sagen ‚ÄúOh ja, wie wahr‚ÄĚ und merken dabei gar nicht, dass sie wiederholt die Schuld bei anderen sehen und nicht bei sich selbst?

Ich m√∂chte an dieser Stelle appellieren, den Frieden zu wahren, jedoch eine gute Balance zu dem Schaden zu haben, welcher dadurch entsteht. Helfen gut und sch√∂n, aber √ľberlege dir gut, ob das, was bzw.¬†wie¬†du was ver√§ndern m√∂chtest,¬†wirklich¬†zur Verbesserung bei tr√§gt.

 

Nutze deine Zeit, um bewusst dar√ľber nachzudenken. Sei ein BewusstSEINsHeld, indem du dir deinen Taten und seinen Folgen bewusst bist und aus dem jeweils aktuellen Moment das bestm√∂gliche umsetzt, ‚Ķ und jeden Tag in deinen gegenw√§rtigen M√∂glichkeiten optimierst zum Wohle des Ganzen mit der F√§higkeit, selbst Verantwortung zu √ľbernehmen. Vernachl√§ssige weder dich noch andere. Schaffe eine gesunde Balance, um tats√§chlich die Ver√§nderung zu sein, die du sehen willst.

Zu diesen Schlagworten findest du ähnliche Beiträge

Beitrag teilen und weiterempfehlen

Telegram
Twitter
Facebook
WhatsApp
Pinterest
Email

Dir gefällt diese Seite?
Reich ist man nicht durch Besitz, sondern durch das, was man mit W√ľrde zu entbehren wei√ü.¬†

Danke f√ľrs Teilen

Telegram
WhatsApp
Twitter
Facebook
Pinterest
XING
Email
Print

√Ąhnliche Kategorien

Schreibe einen Kommentar

Bitte wähle dein Zahlungs Zeitraum

Bitte w√§hle, in welchen Zahlungszyklen du deine F√∂rdermitgliedschaft von 3,33 ‚ā¨ zahlen m√∂chtest, um den Verein der BewusstSEINsHelden zu f√∂rdern.

Du wirst dann zu unserem Stripe Zahlungsdienst weitergeleitet und nach erfolgreicher Zahlung wieder zur√ľck, um dein Mitgliederprofil anzulegen zu k√∂nnen.

Einlass zu MeinElysion